Schöne Kindheit
Ich gehöre zu den Menschen, die sagen können, sie haben eine schöne Kindheit gehabt. Meine Eltern hatten immer sehr viel Verständnis für meine Leidenschaft zu Bällen. Da hatte ich wirklich Glück. Bälle, die dauernd gegen die Wand geworfen werden, können nämlich ganz schön nerven.
Ein ganz normaler Kindheitswunsch
Es war wohl in der 9. Oder 10. Klasse, so genau weiß ich das nicht mehr. Wie alle Jungs, so wurde auch ich gefragt, was ich denn nun werden wolle. Ich antwortete Profihandballer. Selbstverständlich hatte ich keinen blassen Schimmer, was das nun wirklich für mich und mein Leben bedeuten würden. Ich träumte halt, wie jeder Junge, in meiner Sportart ein Profi zu werden. Und neben dem Träumen spielte und trainierte ich täglich. Nie weil ich musste. Ich wollte es. Und Handball spielten wir Jungs in Östringen alle. Also meine Welt war perfekt. Und ideal für mich, das Beste aus mir rauszuholen.
Früh in die Nationalmannschaft
Bei meinem ersten Länderspiel war ich gerade mal 18 Jahre alt. Wir spielten in Rostock gegen Norwegen und ich war doch schon sehr aufgeregt. Aber auch sehr stolz für die A Nationalmannschaft spielen zu dürfen. Ich hatte die A-Spieler zwar schon gesehen und mit der B-Mannschaft gegen sie gespielt, doch ich muss schon sagen, vor den "alten" Hasen hatte ich ziemlichen Respekt. Ich kam, glaube ich in der 40. Minute rein und warf zwei Tore – was will man mehr?
Spielberechtigt für erste und zweite Liga
Das erste Spiel als Profi in der ersten Liga bestritt ich mit Wallau Massenheim gegen den neu gegründeten HSV Hamburg. Ich hatte ein Zweitspielrecht für Wallau Massenheim. Es war das Eröffnungsspiel in der Color Line Arena und ich kam direkt eingeflogen nach einem Zweitbundesligaspiel meines Heimatvereins TSV Östringen. Das Spiel in Hamburg haben wir gewonnen und es war eine tolle Sache. Handball in einer so großen Halle vor derart vielen Menschen, daran musste ich mich erst gewöhnen.
Ein neues Zebra
An mein allererstes Bundesligaspiel im Dress des THW kann ich mich gar nicht richtig erinnern. Weiß nur noch, wie ich das erste Mal beim Unser Norden Cup in der Ostseehalle eingelaufen bin. Es war sehr ungewöhnlich auf dem Holzboden zu spielen und fing mir gleich einen fiesen Holzsplitter ein, als ich bei einem Tempogegenstoß auf dem Boden lang rutschte. Ehrlich, ich konnte erst nicht glauben, dass auf so einem Belag Handball gespielt wurde. Inzwischen wurde der Hallenboden leicht verändert und ich habe mich daran gewöhnt. An die Einlaufshow kann ich mich auch noch erinnern ... da hatte ich die ersten Male eine Gänsehaut.
Mehr folgt in Kürze
